COVID-19-Erkrankungen

Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt im Griff. Da jedoch nicht alle Betroffenen dieselben Beschwerden haben, zeigen wir hier die möglichen Ausprägungen von COVID-19-Erkrankungen.

Die häufigsten Corona-Symptome in der Übersicht

Die Symptome der neuen Lungenkrankheit COVID-19 sind meist unspezifisch. Fieber und trockener Husten sind bei Dreiviertel der Patienten die häufigsten Beschwerden. Auch unklares Fieber kann als einziges Symptom bei der Erkrankung auftreten, nur manchmal kommt es zu Kopf- und Halsschmerzen. Ebenso gehören Müdigkeit, Gliederschmerzen sowie Kurzatmigkeit zu den Symptomen. Eher selten kommen Schnupfen und eine triefende Nase vor, ebenso wie Durchfall. Kommen lediglich Schnupfen oder Durchfall vor, ist eine Infektion mit COVID-19 eher ausgeschlossen. Was häufig vorkommt: Menschen sind zwar mit dem Virus infiziert, zeigen jedoch noch keinerlei Symptome.

.

Die Sars-CoV-2-Viren vermehren sich im Rachen, so wie Grippeviren auch. Der Erreger infiziert dabei insbesondere Zellen der unteren Atemwege, was so eine Lungenentzündung verursachen kann. Einige Corona-Infizierte leiden ausschließlich an leichten Erkältungssymptomen mit Frösteln und Halsschmerzen. Fieber tritt nicht immer auf. Laut Angaben der WHO verlaufen rund 81 Prozent der Erkrankungsfälle mild. Zu schweren Symptomen wie Atemnot kommt es jedoch bei etwa 14 Prozent der Patienten. Lebensbedrohlich wirkt sich COVID-19 bei knapp fünf Prozent aus. Die Lungenkrankheit führt dann zu Atemstillstand, septischem Schock oder Multiorganversagen.

Häufige Symptome:

- Fieber
- Trockener Husten
- Müdigkeit

Seltenere Symptome:

- Gliederschmerzen
- Halsschmerzen
- Schnupfen
- Durchfall
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Bindehautentzündung
- Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn
- Verfärbung an Fingern oder Zehen; manchmal Hautausschlag

Schwere Symptome:

- Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit
- Druckgefühl oder Schmerzen im Brustbereich
- Verlust von Sprach- oder Bewegungsfähigkeit

Leichte Symptome:

- Milde Erkältungssymptome
- Frösteln und Halsschmerzen
- Leichte Kopfschmerzen
- Durchfall

Krankheitsverlauf bei COVID-19

COVID-19 beginnt mit eher unspezifischen Symptomen. Am häufigsten zeigen sich bei Corona-Betroffenen Fieber und Husten, manchmal auch Kurzatmigkeit. Allesamt Beschwerden, die ebenso gut bei einer Grippe auftreten können. Zu Kopf- und Gliederschmerzen kommt es allerdings bei der neuartigen Lungenkrankheit nur gelegentlich, genauso wenig wie Schnupfen. Bei einer COVID-19-Erkrankung ist der Husten oftmals trocken und das Fieber beginnt anders als bei einer Grippe nicht plötzlich, sondern steigt langsam an und bleibt über eine Zeit von etwa zehn Tagen konstant. Einige Patienten berichten von Durchfall und andere Infizierte haben mehrere Tage hinweg den Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns zu beklagen. Rund 81 Prozent der an COVID-19 Erkrankten entwickeln lediglich schwache Symptome, besonders Kinder und jüngere Frauen. Bei jedem fünften Infizierten nimmt die Krankheit jedoch einen schweren, potenziell tödlichen Verlauf. Betroffen sind davon insbesondere Ältere und Männer.

Von einem schweren Krankheitsverlauf sprechen Ärzte, wenn sich eine Lungenentzündung entwickelt, bei der es zu akutem und lebensbedrohlichem Lungenversagen kommen kann. Im schlimmsten Fall führt eine COVID-19-Infektion zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Wer davon betroffen ist, leidet anfangs unter Verwirrtheit, schneller und schwerer Atmung, Todesangst sowie rapide sinkendem Blutdruck und Herzrasen. Corona-Erkrankte sagen, sie hätten sich niemals vorher plötzlich so krank gefühlt – ein Alarmzeichen für die Ärzte. Nun müssen umgehend weitere Schritte eingeleitet werden, um das Leben der Patienten retten zu können: Je später eine virale Sepsis behandelt wird, desto häufiger verläuft sie tödlich. Aktuelle Untersuchungen ergaben, dass insbesondere an COVID-19-Erkrankte, die älter als 69 Jahre sind, anfällig für Lungenentzündung und Sepsis sind.

Risikopatienten und Corona

Das Robert Koch-Institut gibt an, dass schwere Verläufe zwar auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen auftreten, jedoch besonders folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für ernste Verläufe tragen:

Ältere Menschen. Ab etwa 50 bis 60 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf stetig, Raucher, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen: Erkrankung des Herzens, beispielsweise eine koronare Herzerkrankung, Erkrankung der Lunge, beispielsweise Asthma oder chronische Bronchitis, Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Patienten mit Diabetes mellitus, Patienten mit einer Krebserkrankung und Patienten mit geschwächtem Immunsystem

Ansteckungsgefahr mit Corona

Das Virus ist leicht übertragbar. Es wird tückischerweise auch von Menschen weitergegeben, die selbst gar keine Symptome zeigen. Laut Robert Koch-Institut ist der Erreger deutlich infektiöser als ursprünglich angenommen. Nach aktuellem Wissensstand beträgt die Inkubationszeit zwei bis 14 Tage. In seltenen Fällen kann zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome auch eine Zeitspanne von bis zu 24 Tagen liegen. Aktuell sehen Experten jedoch keinen Grund für eine Ausdehnung der bislang üblichen Quarantänezeit von 14 Tagen.

Wie gefährlich ist COVID-19?

Zwar gehört das neue Virus SARS-CoV-2 zur selben Virusart wie SARS, ist aber nach Angaben des Instituts für Virologie der Charité Berlin eine andere Variante. Inzwischen übertrifft die Zahl der aktuellen Erkrankungen bei weitem die der Sars-Pandemie in den Jahren 2002/2003. Damals erfasste man insgesamt 8.000 an der Infektion Erkrankte, von denen etwa jeder Zehnte starb. – An COVID-19 erkrankten weltweit bislang 31.453.048 Menschen, 967.347 starben an den Virusfolgen (Stand: 23.09.2020). Nach Behördenangaben betreffen die meisten Todesfälle vorrangig ältere Menschen mit teils schweren Vorerkrankungen. Anteilig sterben an COVID-19 derzeit mehr Menschen als durch andere Grippeviren. Schätzungen gehen von einer Letalität der COVID-19-Erkrankungen aus, die etwa zwischen 0,3 bis 0,7 Prozent liegt.

Kann man COVID-19 wirksam behandeln?

Derzeit ist die Corona-Behandlungen auf die Symptome ausgelegt. Nach der Diagnose werden meist Bettruhe sowie intravenöse Flüssigkeitsgabe angeordnet. Gegen Entzündungen und Schwellungen können Kortisonpräparate gegeben werden. Liegt ein schwerer Fall vor, ist häufig sogar eine zusätzliche Beatmung nötig. Derzeit (Stand September 2020) gibt es weder antivirale Mittel, die gegen COVID-19 wirken, noch einen Corona-Impfschutz.

Corona-Behandlung bei leichter Erkrankung:

Sind die Beschwerden lediglich leicht, verordnet der Arzt in der Regel Bettruhe und gegebenenfalls Medikamente gegen die Symptome. Wichtig ist zudem, ausreichend viel Flüssigkeit zu sich nehmen. In leichten Fällen verläuft die COVID-19-Krankheit ähnlich einer Grippe und kann durch Schonung in Ruhe zu Hause auskuriert werden. Derart milde Krankheitsverläufe dauern laut Bericht der „WHO-China Joint Mission on Corona Disease 2019“ durchschnittlich zwei Wochen.

Behandlung schwerer COVID-19-Erkrankungen:

Schwere COVID-19-Erkrankungen müssen stationär behandelt werden. Je nach Symptomen ist eine Sauerstoffzufuhr nötig, der Flüssigkeitshaushalt wird ausgeglichen oder im Einzelfall – bei bakteriellen Begleiterkrankungen – kann eine Antibiotika-Therapie angezeigt sein. Wer bereits an Vorerkrankungen leidet, den schwächt die Infektion besonders stark. Daher darf die gründliche Behandlung bereits bestehender Krankheiten nicht vernachlässigt werden. Laut Bericht der „WHO-China Joint Mission on Corona Disease 2019“ dauern schwere Krankheitsverläufe im Mittel drei bis sechs Wochen.

Effektiver Schutz vor Corona-Ansteckung

Wenn du dich selbst vor einer Ansteckung mit dem Erreger von COVID-19 schützen möchtest, gelten die gleichen Schutzmaßnahmen wie bei einer Virus-Grippe: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife ist dabei am wichtigsten, mindestens 20 Sekunden lang. Damit du dabei nicht ständig auf die Uhr schauen musst, helfen die kleinen „Corona-Hacks“ wie beispielsweise zwei Mal „Happy birthday“ summen. Alternativ geht auch der Refrain von TOTOs „Rosanna“, „It’s my life“ von Bon Jovi oder der Oasis-Song „Wonderwall“.

Auch das Tragen eines Mundschutzes ist ja mittlerweile fest in den Alltag integriert. So lässt sich die Virusmenge gegebenenfalls verringern kann. Du solltest deinen Mund-Nasen-Schutz regelmäßig wechseln, bevor er ansonsten selbst zum Keimreservoir wird. Auf größere Familienfeste und andere Menschenansammlungen muss wohl vorerst verzichtet werden, da sich sonst die Abstandsregel von mindestens 1,5 Meter nicht einhalten lässt. Auch für Begrüßungsrituale wie Händeschütteln und Umarmungen müssen wir uns Alternativen suchen, wie den Ellenbogen-Check, den „Wuhan-Shake“ (bei dem du mit dem Gegenüber die Füße gegeneinander kickst) oder einfach ein freundliches Lächeln oder Nicken.

Was mache ich im Verdacht auf eine Corona-Infektion?

Wenn du an den charakteristischen COVID-19-Symptomen – Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeiner Schwäche – leidest, solltest du zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und dich telefonisch beraten lassen. Dazu werden die Telefonnummer 116 117, eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder ein anderer behandelnder Arzt empfohlen. Wie du weiter vorgehst, erfährst du bei diesen Kontaktstellen. In Notfällen, beispielsweise bei Atemnot, unbedingt die Notfallnummer 112 anrufen! Zu deinem eigenen Schutz und auch zum Schutz anderer solltest du eine Arztpraxis keinesfalls ohne vorherige telefonische Anmeldung aufsuchen.

Lebensdauer der SARS-CoV-2-Viren

Wenn du mit dem neuartigen Coronavirus infiziert bist, verteilst du die Viren durch Husten und Sprechen in deiner Umgebung. Sie bleiben für circa fünf Minuten in der Luft und sinken dann auf den Boden ab. Auf Kunststoff und Edelstahl können die Viren laut einer US-Laborstudie bis zu 72 Stunden überleben. Bis zu 24 Stunden überleben die COVID-19-Viren auf Papier. Wie stabil die Coronaviren bleiben, hängt unter anderem von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberflächen sowie von der Virusmenge ab. Humane Coronaviren sind zum Beispiel nicht sehr stabil auf trockenen Oberflächen und werden im getrockneten Zustand innerhalb von Stunden bis Tagen inaktiv.

Was muss ich bei häuslicher Quarantäne beachten?

Wenn dein Arzt häusliche Quarantäne verordnet, muss das genau befolgt werden. Du musst unbedingt jeglichen Kontakt zu anderen Personen während der Quarantänezeit von meist zwei Wochen vermeiden. Ganz besonders gilt das für den Umgang mit älteren oder durch Vorerkrankungen geschwächten Menschen sowie Risikopatienten. Du brauchst Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs? Frag Freunde und Bekannte, ob sie für dich einkaufen und dir die Sachen möglichst ohne Personenkontakt liefern und beispielsweise vor der Haustür abstellen. Selbst einkaufen ist für dich leider erst einmal tabu! Schon das Tragen eines einfachen Mundschutzes kann die Virenbelastung der Umgebung reduzieren. Nur mit solchen Maßnahmen ist eine Bewältigung der Pandemie effektiv möglich.

Unterstützung der COVID-19 Forschung

Je mehr Daten über das neuartige SARS-CoV-2-Virus in die Forschung gelangen, desto schneller gelingt es, seine Wirkungsweise und damit auch letztendlich Wege zu einer effektiven Corona-Behandlung zu finden. Wenn du die Corona-App und auch die Gesundheitsapp SaniQ Infekt auf deinem Smartphone nutzt, hilfst du, die Pandemie einzudämmen und wichtige Parameter für die Corona-Forschung zu liefern. Wenn du diese Funktion in SaniQ Infekt freischaltest, werden deine Vitalwerte, vollkommen anonym, an einen zentralen Gesundheitsserver übertragen, über den Forscher diese Daten auswerten können. Damit hilfst du indirekt, schneller einen Impfstoff oder optimierte Behandlungsmöglichkeiten bei COVID-19-Erkrankungen zu finden!

COVID-19-Erkrankungen

SaniQ Infekt: digitaler Helfer zur Nachsorge von COVID-19-Erkrankungen

Bei COVID-19-Erkrankungen ist es besonders wichtig, regelmäßig die Vitalparameter wie Körpertemperatur, Lungenwerte und Atemfrequenz zu messen, damit Abweichungen von den Normalwerten frühzeitig erkannt werden. Denn durch die Verbindung zwischen Arzt und Patient über die Gesundheitsapp kann dein behandelnder Mediziner gegebenenfalls die Therapie entsprechend anpassen – damit es dir bald wieder besser geht. SaniQ Infekt hilft dir dabei, deine SARS-CoV-2-Infektion und ihre Symptome auch trotz Quarantänemaßnahmen gut in den Griff zu bekommen. 

SaniQ Infekt – Tipps bei COVID-19-Erkrankungen

Hygiene, Bewegung, Ernährung: hilfreiche Tipps für Coronapatienten

Tipps bei Lungenerkrankungen

Symptome lindern, Lebensqualität verbessern: Kiu hat viele Ratschläge und Tipps für Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten. Durch die Gestaltung der Gesundheitsapp bekommst du sie jeden Tag…

mehr dazu

Tipps bei Herzerkrankungen

Was können Patienten für ihre Herzgesundheit tun? Eine ganze Menge. Kiu ist dafür der richtige Ansprechpartner. Der kleine Begleiter leitet Anwender durch die SaniQ-App und hat immer einen guten Tipp parat.

mehr dazu

Newsletter-Anmeldung

Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen SaniQ-Newsletter an, um aktuelle News rund um Ihre Lieblingsapp zu erhalten. Einfach Name und Mail-Adresse rechts eingeben und in der ersten Mail auf den Bestätigungslink klicken.